Über mich - Raphael

Du willst wissen, wer ich bin?

Dann komm mit.

Ich erzähle dir, wie ein 19-jähriger Schüler ohne Garten, ohne Erfahrung und ohne eigenes Stück Land begonnen hat, sein eigenes Gemüse anzubauen – und heute unzähligen Menschen dabei hilft, genau dasselbe zu tun.

Alles begann mit der Geburt meiner Tochter.

Ich war 19 Jahre alt, ging noch zur Schule und plötzlich hielt ich dieses kleine Wunder in meinen Armen.

Und von einem Moment auf den anderen war mir klar:

Ich möchte so gut ich nur kann für sie sorgen.

Ich möchte ihr das Beste ermöglichen.

In dieser Zeit begann ich mich immer intensiver mit unserer Ernährung auseinanderzusetzen und mir wurde bewusst, welchen unglaublichen Einfluss die Lebensmittel, die wir jeden Tag essen, auf unser Leben und unsere Gesundheit haben.

Doch je mehr ich mich damit beschäftigte, desto klarer wurde mir:

Wenn ich wirklich wissen möchte, was meine Familie isst, wenn ich wirklich hochwertige, gesunde und lebendige Lebensmittel möchte – dann muss ich beginnen, sie selbst anzubauen.

Es gab nur ein Problem.

Wir hatten keinen Garten.

Keinen Hof.

Nicht einmal ein kleines Stück Erde.

Also tat ich das Einzige, was ich tun konnte:

Ich begann Menschen zu fragen.

Immer und immer wieder fragte ich, ob irgendjemand eine ungenutzte Wiese hätte, auf der wir einen Garten anlegen könnten.

Die meisten sagten nein.

Doch irgendwann kam ein Ja.

45 Minuten von unserer Wohnung entfernt bekamen wir ein Stück Wiese.

Und genau dort entstand unser erster eigener Garten.

Mit riesiger Motivation, großen Träumen und der romantischen Vorstellung, bald unser eigenes Gemüse zu ernten.

Die Realität sah allerdings etwas anders aus.

Es war eine komplette Katastrophe.

Wir machten so ziemlich jeden Fehler, den man machen kann.

Wir bearbeiteten den Boden falsch, hatten mehr Beikraut als Gemüse, kämpften ständig mit Schädlingen und vieles von dem, was überhaupt wuchs, entwickelte sich nicht so, wie wir gehofft hatten.

Unser Traum vom eigenen Gemüse fühlte sich plötzlich ziemlich weit entfernt an.

Im zweiten Jahr wurde es etwas besser.

Aber trotzdem steckten wir unglaublich viel Zeit und Energie in unseren Garten – und bekamen viel zu wenig zurück.

Irgendetwas konnte nicht stimmen.

Denn die Natur erschafft seit Millionen von Jahren die beeindruckendsten und produktivsten Ökosysteme.

Warum sollte ein Garten also ein ständiger Kampf sein?

Also begann ich, tiefer zu gehen.

Ich las unzählige Bücher, lernte von erfahrenen Bauern, besuchte Kurse und beschäftigte mich immer intensiver damit, wie natürliche Systeme wirklich funktionieren.

Ich wollte verstehen, wie wir nicht gegen die Natur arbeiten, sondern mit ihr.

Und Stück für Stück änderte sich alles.

Einige Zeit später bekam ich die Möglichkeit, auf einem größeren Grundstück einen neuen Garten aufzubauen.

Und nach all den Fehlern, Rückschlägen und all dem Wissen, das ich gesammelt hatte, wusste ich:

Dieses Mal möchte ich nicht einfach ein paar Beete anlegen.

Ich möchte zeigen, was wirklich möglich ist.

Ich möchte ein lebendiges Ökosystem erschaffen, das uns mit Nahrung versorgt und gleichzeitig Boden, Vielfalt und Leben aufbaut.

Auf einem Viertel Hektar entstand unser großer Selbstversorgergarten.

Und dort setzte ich zum ersten Mal all das um, was ich über die Jahre gelernt hatte:

Mein eigenes naturnahes Gartensystem.

Und plötzlich funktionierte es.

Aus Kampf wurde Zusammenarbeit.

Aus Problemen wurden Lösungen.

Und aus einer einfachen Fläche wurde ein lebendiger, ertragreicher Garten.

Über mehrere Jahre bauten wir tonnenweise Gemüse an, versorgten unsere Familie selbst und konnten zusätzlich viele Menschen und Restaurants mit unserem Gemüse beliefern.

Und das alles neben meinem eigentlichen Beruf.

Später bekam ich die Möglichkeit, nach Italien an den Gardasee zu ziehen und dort beim Aufbau eines großen landwirtschaftlichen Projektes mitzuwirken.

Für uns war das eine unglaubliche Chance.

Ein Leben im Süden.

Mehr Sonne.

Längere Gartensaisonen.

Und die Möglichkeit, regenerative Landwirtschaft in einem größeren Maßstab umzusetzen.

In dieser Zeit entstanden wunderschöne, lebendige und produktive Gärten.

Doch gleichzeitig wurde mir etwas immer klarer:

Meine größte Wirkung entsteht nicht dadurch, dass ich einen einzigen großen Garten erschaffe.

Meine größte Wirkung entsteht, wenn ich mein Wissen weitergebe.

Wenn ich Menschen dabei helfe, überall ihre eigenen kleinen Paradiese entstehen zu lassen.

Gärten, die Familien ernähren.

Gärten, die Boden aufbauen.

Gärten, die Vielfalt und Leben zurückbringen.

Und genau aus diesem Grund habe ich VALEYA gegründet.

Heute helfe ich Menschen dabei, ihren eigenen Gemüsegarten aufzubauen und zu verstehen, wie einfach es sein kann, mit der Natur zu arbeiten, statt ständig gegen sie anzukämpfen.

Gemeinsam mit einer Community aus über 50.000 Menschen gehen wir diesen Weg.

Meine Vision ist es, ein Grund dafür zu sein, dass überall auf dieser Welt wieder lebendige und regenerative Ökosysteme entstehen.

Ich möchte ein Grund dafür sein, dass immer mehr Menschen voller Freude und Leichtigkeit ihr eigenes Essen anbauen können.

Dass Kinder wieder erleben dürfen, wie eine Tomate wächst.

Dass Familien wieder wissen, was auf ihrem Teller landet.

Und dass jedes Gemüse, das in einem lebendigen Garten wächst, eines weniger ist, das aus einer Landwirtschaft kommen muss, die unserer Erde schadet.

Denn ich glaube fest daran:

Wir brauchen nicht nur einen großen Wandel.

Wir brauchen Millionen kleine Gärten.

Und jeder einzelne davon macht einen Unterschied.